Governance
Verantwortung als Fundament unseres Erfolgs

Water Policy

Verantwortungsvolle Unternehmensführung schafft Vertrauen, sichert Stabilität. Bei der PORR ist sie integraler Bestandteil aller Geschäftsbereiche. Ethisches Handeln, konsequente Compliance und der Schutz von Menschenrechten bilden das Fundament einer nachhaltigen Governance und sind dabei eng verknüpft.

Mit klaren Verhaltensstandards, definierten Zuständigkeiten sowie einem wirksamen Compliance-System und gezielten Schulungen stellt die PORR sicher, dass rechtliche und ethische Anforderungen konsequent eingehalten werden, intern wie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. 

Aktueller
Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht

Teaser MitarbeiterInnen 1280x800CODE OF CONDUCT

Für Beschäftigte

Klare Leitlinien für PORRianerinnen und PORRianer

Teaser CoC GP Hr Deix 043 1280x800CODE OF CONDUCT

Für Business Partner

Nachhaltig erfolgreiche Geschäftsbeziehungen

Scott graham OQMZwNd3ThU unsplashCOMPLIANCE

Compliance Management System

Grundsätze zu fairen Betriebs- und Geschäftspraktiken

Teaser Nachhaltigkeitsstrategie 1280x800CORPORATE SUSTAINABILITY

Nachhaltigkeits­kriterienkatalog

Governance

Verantwortungsvolle Unternehmensführung ist die Grundlage für langfristigen Erfolg. Für die PORR bedeutet das: transparent handeln, klare Regeln einhalten und Fehlverhalten konsequent verhindern. Gerade in einem komplexen und stark fragmentierten Marktumfeld wie der Bauwirtschaft schafft ein funktionierendes Compliance-System Vertrauen – nach innen wie nach außen.

© PORR
Ziel 2030

Transparenz und ethisches Handeln

Transparenz und regelkonformes Verhalten sind bei der PORR fest im Arbeitsalltag verankert.

Der Code of Conduct für Beschäftigte ebenso wie jener für Business Partner gelten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie bilden gemeinsam mit den PORR Prinzipien den Leitfaden für moralisches, ethisches, gesetzeskonformes und integres Verhalten und sind die Grundlage für alle unternehmerischen Aktivitäten und Entscheidungen.

Ein Blick auf die Teilnahmequote an den Compliance- und Anti-Korruption-Schulungen zeigt, wie breit dieses Verständnis im Unternehmen getragen wird. Nach 88,7 % im Jahr 2024 lag die Teilnahmequote 2025 bereits bei 96,5 % und damit über dem gesetzten Ziel von 95 %. Das zeigt, dass die Schulungsangebote im Unternehmen gut verankert sind und aktiv genutzt werden.

Complianceziel

Strategische Maßnahmen

Bewusstsein schaffen und Verantwortung stärken

Damit Regeln nicht nur bestehen, sondern im Alltag gelebt werden, setzt die PORR auf mehrere ineinandergreifende Maßnahmen. Die Schulung von Mitarbeitenden zu Anti-Korruption & Compliance bildet dabei die Basis: Alle Angestellten werden regelmäßig geschult, ergänzt durch gezielte Trainings für besonders sensible Funktionen.

Darüber hinaus stärken spezielle Schulungsmaßnahmen für Lehrlinge und gewerbliches Personal das Verständnis für Compliance bereits frühzeitig und direkt im operativen Umfeld. So wird sichergestellt, dass die Anforderungen nicht nur auf Managementebene, sondern entlang der gesamten Organisation präsent sind.

Mit der Verankerung der Funktion des Bau-Compliance-Botschafters bringt die PORR das Thema zusätzlich näher an die Baustellen. Die Botschafterinnen und Botschafter fungieren als Ansprechpersonen vor Ort und tragen dazu bei, Bewusstsein zu schaffen und Standards im Arbeitsalltag zu verankern.

Ergänzend dazu stärkt die geplante ISO 37002 zur Zertifizierung des Whistleblowing-Systems die bestehenden Strukturen weiter. Sie schafft zusätzliche Transparenz und unterstreicht den Anspruch, Hinweise auf Fehlverhalten sicher, unabhängig und nachvollziehbar zu bearbeiten.

Unsere Sorgfaltspflicht erfüllen wir systematisch: die Gruppe ist nach ISO 37001 (Anti-Korruptionsmanagement) sowie nach ISO 37301 (Compliance-Managementsystem) zertifiziert. Mit ISO 9001 zertifiziert die PORR ihr Qualitätsmanagementsystem. Mit dem Managementsystem ISO 45001 werden menschenrechtliche Aspekte in die Organisationsprozesse integriert und geprüft. Mittels jährlicher Aktualitätschecks wird die Umsetzung der genannten Leitsätze überprüft.

Die PORR verfügt bereits seit 2017 über ein System, mit dem Verstöße, die in der Marktmissbrauchsverordnung geregelt waren (Emittenten-Compliance), sowie Verstöße im Zusammenhang mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung gemeldet werden konnten. Zum einen können Meldungen über die E-Mail-Adresse compliance@porr.at bekannt gemacht werden. Zum anderen ermöglicht die Whistleblowing-Plattform jeder Person eine anonymisierte Zwei-Wege-Kommunikation: https://whbs.porr.at

Das Bekenntnis zur Tax Compliance ist Teil der PORR Tax Policy. Die Abteilung Group Tax ist in Abstimmung mit dem CFO für die gruppenweite Tax Policy und Steuerrichtlinie sowie deren Einhaltung verantwortlich.  Das Datenschutz – Compliance Management System soll sicherstellen, dass das Risiko eines Verstoßes gegen Datenschutzvorschriften vermieden bzw. minimiert wird.

Menschenrechte

Die Achtung der Menschenrechte ist für die PORR nicht verhandelbar. Sie bildet die Grundlage für verantwortungsvolles Handeln – auf der Baustelle ebenso wie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gerade in einem komplexen Umfeld mit zahlreichen Partnerunternehmen kommt es darauf an, Risiken frühzeitig zu erkennen, Transparenz zu schaffen und klare Standards konsequent umzusetzen.

© Tomas Maly
Ziel 2030

Sicherstellung von Menschenrechtsstandards entlang der Wertschöpfungskette

Der Anspruch ist eindeutig: Im gesamten Einflussbereich der PORR sollen Menschenrechte geschützt und Verstöße verhindert werden.

Ob dieses Ziel erreicht wird, zeigt sich an einer klaren Kennzahl – der Anzahl der Menschenrechtsvorfälle. Ziel ist es, diesen Wert dauerhaft auf null zu halten. Im Basisjahr 2024 wie auch 2025 wurden keine Menschenrechtsvorfälle festgestellt.

Menschenrechtsziel

Strategische Maßnahmen

Risiken erkennen, Standards sichern, Verantwortung wahrnehmen

Um Menschenrechte wirksam zu schützen, setzt die PORR auf ein Zusammenspiel aus Kontrolle, Prävention und Bewusstseinsbildung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Ein zentraler Baustein sind Menschenrechts-Audits, mit denen regelmäßig rund ein Drittel der Standorte überprüft wird. 2024 lag dieser Anteil bei 29,5 %, 2025 bereits bei 31,8 %. So können potenzielle Risiken frühzeitig erkannt und gezielt adressiert werden.

Parallel dazu wird die Weiterentwicklung der Menschenrechtsschulung vorangetrieben. Die Schulung wurde auf immer mehr Mitarbeitende ausgeweitet und stärker im Unternehmen verankert. Ziel ist es, insbesondere Führungskräfte umfassend einzubinden und menschenrechtliche Sorgfaltspflichten fest im Arbeitsalltag zu verankern.

Auch in der Zusammenarbeit mit Lieferanten wird der Blick weiter geschärft. Mit der Erhöhung und gruppenweiten Ausrollung von Lieferanten-Risikobewertungen auf Menschen- und Arbeitsrechte werden Risiken systematisch analysiert und bewertet. 2025 wurden bereits 20,0 % der relevanten Lieferanten überprüft. Die Erfahrungen aus einzelnen Märkten werden dabei genutzt, um einen einheitlichen, gruppenweiten Ansatz zu etablieren.

So entsteht ein System, das nicht nur auf Kontrolle setzt, sondern Verantwortung aktiv gestaltet – mit dem klaren Ziel, Menschenrechte entlang der gesamten Wertschöpfungskette dauerhaft zu schützen.

Die gruppenweit gültige Menschenrechte-Policy der PORR bildet den verbindlichen Rahmen für den Umgang mit Menschenrechten im Unternehmen und entlang der Wertschöpfungskette. Sie definiert klare Erwartungen, zeigt den Umgang mit Risiken auf und regelt, wie bei Verstößen vorzugehen ist. Zur Menschenrechte-Policy.

Die PORR bekennt sich zu den Prinzipien des UN Global Compact und den Sustainable Development Goals (SDGs). Zudem beachtet sie innerhalb ihrer Geschäftstätigkeiten die Grundsätze und Rechte, die in der „Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und ihre Folgemaßnahmen“ festgelegt sind und richtet die Sorgfaltsprozesse an den Anforderungen der „Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte“ der Vereinten Nationen aus. Mit dem Modern Slavery Act Policy Statement verpflichtet sie sich dazu, moderne Sklaverei und Menschenhandel entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu unterbinden. Kinder- und Zwangsarbeit auf ihren Baustellen und innerhalb ihres Einflussbereichs werden nicht toleriert. Den Mitarbeitenden werden grundsätzlich sowohl Vereinigungsfreiheit als auch das Recht auf Kollektivvertragsverhandlungen gewährleistet.

Die PORR setzt ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten systematisch um. Risiken werden regelmäßig analysiert, Lieferanten überprüft und klare Prozesse für Audits und Meldungen angewendet. So wird sichergestellt, dass menschenrechtliche Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingehalten werden.

Ein zentraler Bestandteil der menschenrechtlichen Sorgfalt ist ein klar geregelter Beschwerdemechanismus. Über das gruppenweite Meldesystem können potenzielle Menschenrechtsverletzungen jederzeit gemeldet werden – auch anonym. Das System steht sowohl den eigenen Mitarbeitenden als auch Arbeitskräften entlang der Wertschöpfungskette zur Verfügung. Hinweise können direkt über die Whistleblowing-Plattform eingebracht werden: https://whbs.porr.at/#/. Alle Meldungen werden geprüft und nach einem klar definierten Prozess bearbeitet. Der Schutz der hinweisgebenden Personen ist dabei jederzeit gewährleistet.