VorlÀufige Zahlen 2019: PORR mit starkem Auftragsbuch, Ergebniserwartung bestÀtigt
Wien, / GeschÀftstÀtigkeiten / GeschÀftszahlen / Kapitalmarkt / Presseinformation
Die PORR schloss das Konsolidierungsjahr 2019 mit einem hohen Auftragsbestand ab, der erneut ĂŒber der 7-Milliarden-Euro-Marke lag. Dies spiegelt trotz anspruchsvollem Marktumfeld den positiven, mittelfristig anhaltenden Markttrend wieder. Die Produktionsleistung erreichte mit rund EUR 5,6 Mrd. erneut den Rekordwert des Vorjahres. 94 % der Leistung erbrachte die PORR in ihren sieben stabilen europĂ€ischen HeimmĂ€rkten.
Factbox
- Produktionsleistung von EUR 5,6 Mrd. weiter auf Rekordniveau
- RĂŒckenwind durch starken Auftragsbestand von EUR 7,1 Mrd.
- Ergebniserwartung und Dividendenprognose bestÀtigt
- Nettoverschuldung stabil, hohe LiquiditÀt
- Ziele 2020:
- Produktionsleistung auf Vorjahresniveau
- EBT Marge 2020: 1,3 % - 1,5 %
âDas abgelaufene GeschĂ€ftsjahr war herausfordernd. Heute gilt es, das Erreichte der vergangenen Jahre zu konsolidieren und gezielt zu stĂ€rkenâ, sagt Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR. âWir sind fundamental stark und breit aufgestellt. Damit können wir fokussiert am anhaltenden Boom im Bausektor partizipieren und unser Ziel bleibt es, die Ertragskraft der PORR nachhaltig zu verbessern.â
Auftragsbestand mit ĂŒber EUR 7 Mrd. auf Rekordniveau
Auf Basis der vorlĂ€ufigen ungeprĂŒften Zahlen fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2019 kann die PORR sowohl bei Produktionsleistung als auch beim Auftragsbestand die Rekordwerte des Vorjahres bestĂ€tigen. Die PORR erzielte eine Produktionsleistung von EUR 5.570 Mio., nur ein leichter RĂŒckgang von -0,4 % gegenĂŒber dem Vorjahr. Das operative GeschĂ€ft ist robust und widerstandsfĂ€hig: ZuwĂ€chse wurden vor allem in der Business Unit 1 â Ăsterreich, Schweiz (+0,9 %) sowie in der Business Unit 2 â Deutschland (+6,8 %) realisiert. Der RĂŒckgang in der Business Unit 3 â International (-5,7 %) war primĂ€r auf das Auslaufen der GroĂprojekte in Katar und die selektivere Akquisition, vor allem in Polen, zurĂŒckzufĂŒhren. Dies fĂŒhrte im Wesentlichen zu einem leichten RĂŒckgang auf Gesamtebene. Ăsterreich und Deutschland wuchsen insgesamt um 2,5 %, erwirtschafteten damit erneut einen GroĂteil der Leistung und blieben die zwei wichtigsten MĂ€rkte der PORR.
Gleichzeitig erreichte der Auftragsbestand â ungeachtet des anspruchsvollen Marktumfelds â mit EUR 7.065 Mio. das hohe Vorjahresniveau und ging mit -0,5 % nur leicht zurĂŒck. Durch ihre selektive Projektakquisition stĂ€rkt die PORR die Ertragskraft sowie ihre Marktposition in den HeimmĂ€rkten und richtet sich nachhaltig fĂŒr die Zukunft aus. Der Auftragseingang reduzierte sich um 12,5 % auf EUR 5.536 Mio. und spiegelt damit die strategisch selektivere Akquisitionspolitik der Gruppe wieder. WĂ€hrend die PORR in Ăsterreich 2019 zahlreiche Projekte im Wohnbau akquirierte, war sie in Deutschland insbesondere im BĂŒro- und Industriebau erfolgreich. Den gröĂten Auftragseingang im Jahr 2019 verzeichnete die PORR in Polen: Der Design-Build-Auftrag umfasst die Modernisierung der Bahnlinie LK131 zwischen Kalina und Rusiec ĆĂłdzki. Mit ihrer starken regionalen Verankerung, als Technologievorreiterin und Totalunternehmerin ist die PORR in ihren MĂ€rkten sehr gut aufgestellt und wird damit auch in Zukunft Chancen bestens nutzen.
Ergebniserwartung und Dividendenpolitik fĂŒr 2019 bestĂ€tigt
Wie bereits im November 2019 bekanntgegeben, hat der Vorstand aufgrund der Neubewertung eines Projekts in Norwegen und der Marktsituation in Polen die Gewinnerwartung fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2019 angepasst. Auf Basis des GeschĂ€ftsverlaufs und der vorlĂ€ufigen, noch nicht testierten Zahlen 2019 geht der Vorstand davon aus, dass das voraussichtliche Ergebnis vor Steuern (EBT) fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2019 mindestens EUR 35 Mio. erreichen wird.
Die PORR will ihren AktionĂ€ren auch weiterhin eine nachhaltige und verlĂ€ssliche Dividendenpolitik bieten. Daher wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende von EUR 0,40 pro Aktie vorschlagen. Diese liegt im Rahmen der Dividendenpolitik der PORR, deren AusschĂŒttungsvolumen 30 % - 50 % des Jahresergebnisses entspricht.
Optimierung der Kapitalstruktur
Die Nettoverschuldung konnte per 31. Dezember 2019 â insbesondere durch verbessertes Net Working Capital Management - auf Vorjahresniveau stabilisiert werden. Sie liegt voraussichtlich unter BerĂŒcksichtigung des IFRS 16 (ca. EUR 200 Mio.) bei rund EUR 350 Mio. Gleichzeitig weist die PORR eine deutlich höhere LiquiditĂ€t zum Jahresende auf und ist somit finanziell robust fĂŒr die Zukunft aufgestellt.
Bereits zu Beginn des Jahres 2020 hat die PORR AG eine neue 5,375 % Hybridanleihe mit einem Volumen von EUR 150 Mio. erfolgreich platziert. Die Transaktion inkludierte einen vorgelagerten, teilweisen RĂŒckerwerb der im Jahr 2017 begebenen Hybridanleihe. Im Zuge der Emission ist es gelungen, die Investorenbasis der PORR zu erweitern. Mit der neuen Hybridanleihe können die Zinskonditionen optimiert und mittelfristig MaĂnahmen zur StĂ€rkung der Kapitalstruktur umgesetzt werden.
Ziele 2020
Auf den europÀischen HeimmÀrkten der PORR zeichnet sich eine weiterhin starke Nachfrage im GeschÀftsjahr 2020 ab. Auf Basis des hohen Auftragsbestands rechnet der Vorstand mit einer Produktionsleistung auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Nach den Einmaleffekten im Konsolidierungsjahr 2019 und im Einklang mit der positiven Entwicklung in allen HeimmÀrkten der PORR wurde als Ziel eine EBT-Marge in einer Bandbreite von 1,3 % bis 1,5 % definiert. Der Vorstand erwartet sich in den Folgejahren eine Ziel-EBT-Marge von 2,0 % bis 3,0 %.
Der tatsÀchliche GeschÀftsverlauf in 2020 kann allerdings, abhÀngig von exogenen politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Faktoren sowie der SaisonalitÀt der Baubranche, von den aktuellen Erwartungen abweichen. Ebenso sind aus heutiger Sicht allfÀllige makroökonomische und wirtschaftliche Entwicklungen oder Störungen, wie z.B. durch das Coronavirus, schwer einzuschÀtzen.
Der GeschÀftsbericht 2019 der PORR AG wird am 27. April 2020 veröffentlicht.