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Gründung

Baumeisterarbeiten für Elektrolichtbogenofen
TransMet ESW – SekMet 5

Linz, Österreich / 06.2024 - 02.2027

Mit dem Neubau des Elektrolichtbogenofens am Standort Linz setzt die voestalpine einen bedeutenden Schritt in Richtung klimafreundlicher Stahlproduktion. Die PORR realisiert dabei umfangreiche Bauleistungen für eine der wichtigsten Industrieinvestitionen Österreichs und schafft die baulichen Voraussetzungen für die nächste Generation der Stahlerzeugung.

Beleuchtete Baustelle bei Nacht mit Kran und Stahlelementen
© Martin Eder (Fotostudio Eder)

Facts & Figures


Unternehmen

PORR Bau GmbH

Projektart

Gründung, Industriebau, Erdbau

Bauzeit

06.2024 - 02.2027

Auftraggeber
voestalpine Stahl GmbH

Schlüsselprojekt für die grüne Transformation der Stahlproduktion

Im Auftrag der voestalpine Stahl GmbH führt die PORR Bau GmbH NL Oberösterreich seit Juni 2024 die Baumeisterarbeiten für das Projekt TransMet ESW – SekMet 5 durch. Das Großprojekt vereint Leistungen aus den Bereichen Industriebau, Erdbau, Betonbau, Grundbau und Spezialtiefbau und läuft bis Februar 2027. Im Zentrum steht die Errichtung der baulichen Infrastruktur für den neuen Elektrolichtbogenofen, der künftig eine zentrale Rolle in der nachhaltigen Stahlproduktion am Standort Linz übernehmen wird.

Das Bauvorhaben umfasst die Errichtung der Halle und der Anlagenfundamente für den Elektrolichtbogenofen sowie die Erweiterung des bestehenden Stahlwerks LD3. Darüber hinaus entstehen Stützenfundamente für eine neue Rohrleitungsbrücke, ein Umspannwerk für die Hütte LD3, eine Kompensationsstation mit Elektrogebäude sowie eine Entstaubungsanlage mit Sockelbauwerk für den Abgaskamin. Ergänzt wird das Projekt durch den Bau einer Trockenstation sowie umfangreiche Maßnahmen zur Baufeldfreimachung, einschließlich der Übersiedelung einer bestehenden Rundbogenhalle.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Sekundärmetallurgie 5 (SekMet 5). In der neu geschaffenen Hallenerweiterung werden Anlagenfundamente und Versorgungsräume errichtet, die für die nachgelagerten metallurgischen Prozesse erforderlich sind. Die komplexe Einbindung der neuen Anlagen in die bestehende Infrastruktur des Stahlwerks erfordert höchste Präzision in Planung und Ausführung.

Beeindruckende Dimensionen im Industrie- und Spezialtiefbau

Die Größenordnung des Projekts wird durch die umfangreichen Bauleistungen deutlich. Im Bereich Erdbau werden rund 115.000 m³ Aushubmaterial bewegt und etwa 75.000 m³ Hinterfüllungsmaterial eingebracht. Für die Herstellung der Fundamente und Tragwerke kommen rund 40.000 m³ Beton sowie 4.500 Tonnen Bewehrungsstahl zum Einsatz. Darüber hinaus werden etwa 70.000 m² Schalung hergestellt und 4.800 Laufmeter Bohrpfähle ausgeführt, um die hohen Lasten der Industrieanlagen dauerhaft und sicher in den Baugrund abzuleiten.

Die Umsetzung erfolgt unter laufendem Betrieb eines der größten Stahlproduktionsstandorte Europas. Dadurch ergeben sich besondere Anforderungen an Baustellenlogistik, Arbeitssicherheit und Bauablaufplanung. Die enge Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber, Anlagenplanern und den verschiedenen PORR-Fachbereichen gewährleistet eine effiziente und termingerechte Umsetzung dieses anspruchsvollen Industrieprojekts.

Mit der Fertigstellung der hochmodernen Produktionsinfrastruktur wird langfristig nicht nur der Industriestandort Linz gestärkt, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur Transformation der europäischen Stahlindustrie beigetragen.