Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Schule
Wiesbaden, Deutschland / 2021
Im Rahmen des Neubaus der Friedrich-Ebert-Schule in Wiesbaden führte PORR Spezialtiefbau Unterfangungsarbeiten zur Sicherung eines bestehenden Nachbargebäudes aus. Auftraggeber war die Bickhardt-Bau AG. Für die Herstellung der Unterfangung wurden insgesamt rund 370 m³ DSV-Körper inklusive Rückverankerung ausgeführt.
Facts & Figures
Unternehmen
PORR Spezialtiefbau GmbH
Projektart
Unterfangung
Bauzeit
2021
DSV-Unterfangung für den Neubau eines Schulgebäudes
Unterfangung für unterschiedlich tief gegründete Bauwerke
Die Friedrich-Ebert-Schule an der Balthasar-Neumann-Straße wird durch einen Neubau ersetzt. Das neue Schulgebäude schließt an ein bestehendes Werkstattgebäude an und weist eine tiefere Gründung auf als der angrenzende Bestand. Vor Beginn der Baugrubenarbeiten mussten daher die bestehenden Fundamente des Nachbargebäudes gesichert werden. Hierfür stellte PORR Spezialtiefbau DSV-Körper im Düsenstrahlverfahren (DSV) her und ergänzte diese durch eine Rückverankerung.
DSV-Körper für die Sicherung des Bestands
Für die Unterfangung wurden insgesamt rund 370 m³ DSV-Körper hergestellt. Das Verfahren dient der Verfestigung des Baugrunds und der Herstellung tragfähiger Baugrundkörper zur Sicherung bestehender Bauwerke. Die Ausführung erfolgte unter Berücksichtigung der statischen Anforderungen des Bestandsgebäudes sowie der geplanten Baugrube des Neubaus.
Einsatz eines Portlandkompositzements
Für die Herstellung der DSV-Unterfangung wurden rund 570 t Portlandkompositzement CEM II/C-M (S-LL) 42,5 N-NA eingesetzt. Der verwendete Zement enthält gegenüber einem Portlandzement der Klasse CEM I einen reduzierten Klinkeranteil und nutzt zusätzliche Hauptbestandteile wie Hüttensand und Kalksteinmehl. Nach Angaben des Herstellers können bei der Herstellung dieses Zementtyps im Vergleich zu Portlandzementen der Klasse CEM I geringere CO₂-Emissionen anfallen. Für den eingesetzten Zement werden Reduzierungen von bis zu 39 % angegeben. Das Lieferwerk befand sich in Wiesbaden und lag rund sechs Kilometer von der Baustelle entfernt. Der eingesetzte Zement wurde für die Herstellung der DSV-Körper verwendet und auf die projektspezifischen Anforderungen abgestimmt.
Nachweis der technischen Anforderungen
Zur Überprüfung der technischen Anforderungen wurden Druckfestigkeitsprüfungen gemäß DIN EN 12390-3 durchgeführt. Die ermittelten Druckfestigkeiten lagen zwischen 6,2 und 6,8 N/mm². Damit wurden die projektbezogenen Mindestanforderungen von 3,5 N/mm² erfüllt. Die Prüfergebnisse bestätigten die für die Unterfangung geforderten technischen Eigenschaften der hergestellten DSV-Körper.
Grundlage für den Neubau der Friedrich-Ebert-Schule
Mit der Herstellung der DSV-Unterfangung und der Rückverankerung wurden die Voraussetzungen für die nachfolgenden Baugruben- und Hochbauarbeiten geschaffen. Die Maßnahmen dienten der Sicherung des Bestandsgebäudes und der Umsetzung des Neubaus der Friedrich-Ebert-Schule in Wiesbaden.